Atem und Sprache

Das Einzigartige an der „Erschaffung Adams“ von Michelangelo (1508–1512) ist der immerwährende Atemvorgang der Hände. Atmen dürfen ist ein heiliger Vorgang. Der erste Schrei des Neugeborenen ist heilig. Das Kind lebt. Ohne zu atmen können wir nicht sprechen lernen. Nur mit der Ausatmung können wir Laute, das sind Vokale und Konsonanten, bilden. Leider herrscht seit der Digitalisierung fast aller Lebensvorgänge ein Tiefschlaf über den Zusammenhang von Lautartikulation und Atem. Dabei schwingt das Hörenlernen über allem mit.

››Freude heißt die starke Feder in der ewigen Natur…‹‹

Friedrich Schiller
Das ist das Zauberwort für Mütter und Väter von kleinen Kindern.


Ein Lied zum singenden Einschlafen






Abends wenn ich schlafen geh
Vierzehn Englein um mich stehn
Zwei zu meiner Rechten
Zwei zu meiner Linken
Zwei zu meinen Häupten
Zwei zu meinen Füssen
Zwei die mich decken
Zwei die mich wecken
Zwei die mich weisen
In das himmlische Paradeisen

Ein Lied zum liebevollen Füttern






Fünf Engelein haben gesungen
Fünf Engelein kommen gesprungen
Das erste bläst das Feuer an
Das zweite stellt das Pfännchen dran
Das dritte schütt das Süppchen `rein
Das vierte tut brav Zucker drein
Das fünfte spricht: `s ist angericht´
Iß mein Kindchen, brenn dich nicht!

Ein Lied zum freudigen Schaffen






Morgens früh um sechs
Kommt die kleine Hex
Morgens früh um sieben
Schabt sie gelbe Rüben
Morgens früh um acht
Wird Kaffee gemacht
Morgens früh um neun
Geht sie in die Scheun
Morgens früh um zehn
Holt sie Holz und Spän`
Feuert an um elf
Kochet dann bis zwölf
Rüblein, Mais und Fisch
Kinder kommt zu Tisch


Bild: Heide Mende-Kurz, www.wortforum.de
Melodie und Stimme: Karen Gruno, www.spielgruppe-plauderzwergli.ch


 

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