Atem und Sprache

Das Einzigartige an der „Erschaffung Adams“ von Michelangelo (1508–1512) ist der immerwährende Atemvorgang der Hände. Atmen dürfen ist ein heiliger Vorgang. Der erste Schrei des Neugeborenen ist heilig. Das Kind lebt. Ohne zu atmen können wir nicht sprechen lernen. Nur mit der Ausatmung können wir Laute, das sind Vokale und Konsonanten, bilden. Leider herrscht seit der Digitalisierung fast aller Lebensvorgänge ein Tiefschlaf über den Zusammenhang von Lautartikulation und Atem. Dabei schwingt das Hörenlernen über allem mit.