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Goldene Kinderreime als Sprachentwicklungshilfe Goldene Kinderreime hören und erlernen.
Instinktiv wußten alle Völker von der absoluten Notwendigkeit, Kinderreime und Kinderlieder für und mit kleinen Kindern zu singen und zu sprechen. Sie sind so wichtig wie Milch und gelbe Rüben. Warum???
berührt die Mutter das Kinnchen, die Lippchen, das Näschen etc. Das Kind hört fast alle Laute des Alphabets in einem wunderbaren Rhythmus. Die Reime sind nicht nur nette Unterhaltung, sondern sie ernähren und erbilden den Hörsinn, den Sehsinn, den Tastsinn, den Bewegungssinn, den Gleichgewichtssinn auf geheimnisvolle Art. Die Kinder, selbst noch mit 6 Jahren, lieben diesen Reim über alles, denn die vollsaftigen Laute sind wie Streicheln und Liebkosen der Mutter. Oder bei dem Reim gibt die Mutter bei jeder Zeile Da hast einen Taler Gehst auf den Markt Kaufst dir eine Kuh Und ein Kälbchen dazu Das Kälbchen hat ein Schwänzchen Und macht dille dille dänzchen. einen zarten "Batsch" in das Kinderhändchen, bei "dille dänzchen" kribbelt sie mit ihren Fingern in das Händchen. Bei diesem Reim werden die Zungenstützlaute, L,N,D,T auffallend oft gebraucht. Als ob die "Alten" gewußt hätten, wie wichtig die Zungenmuskulatur für die Sprachentwicklung ist. Und tatsächlich, die Mutter macht den Reim, das Kind ahmt längst schon die Sprechbewegungen nach, noch ehe es die Worte sprechen kann. Das sieht dann so aus: es spricht nur die letzte Endsilbe nach. Bei dem Reim Backe backe Kuchen Der Bäcker hat gerufen Wer will guten Kuchen backen Der muß haben sieben Sachen Eier und Schmalz Butter und Salz Milch und Mehl Safran macht den Kuchen gel. Werden alle Laute des Alphabeths gesprochen, und zwar so, daß Gaumenlaute wie K,G, CH, R, H, Zungenstützlaute L,N,D,T, Zungenlaute (Zahn) S,Z, SCH und Lippenlaute B, M, W, F, Pf, P, sich in wunderbarer Weise üben lassen. Bei diesem Reim ist auffallend, wie gut sich die Silben greifen lassen, wenn wir jeweils ein Stück Wachs feste drücken, und von der einen in die andere Hand geben. Wir sehen den engen Zusammenhang zwischen den tausenden von Greifbewegungen des kleine Kindes in den ersten Lebensmonaten und den später folgenden "Greifbewegungen" des Ober- und Unterkiefers um Laute, Worte, Sätze zu sprechen. Hat das Kind, in den ersten Lebensmonaten diese vielfältigen Greifbewegungen (z.B. Gegenstände halten, Wollflöckchen aufheben, Tannennadeln halten, Papier zerreißen, Ball rollen, Tücher rutschen etc.) nicht oder sehr wenig gemacht, so können wir feststellen, dass oft eine Sprachentwicklungsstörung die Folge sein kann. Das Einzigartige der Reime ist, daß sie für jede Situation im Kinderalltag eine frohe Erheiterung und geheimnisvolle Ablenkung von " Wutanfällen", "Nichtlaufenwollen","Nichtessenwollen" etc. bringen, und immer unterhaltend sind.
Dieser Reim tröstet immer. Das Kind hört den geheimnisvollen Laut Ei Ei Ei
Auffallend steigern die Handwerkerreime wie z.B. der des Schreiners die Zungenmuskulatur, die leider zu oft durch Schnuller und Sauger fehlprogrammiert wurde.
Ebenso ist bedeutend wie die Rechts-Linksbewegung beim Flechten eines Zopfes vom Korbflechter geübt wird.
Die Alten wußten genau wie die Bewegung des Handwerks in Lauten hörbar wird.
Viel öfters sollten Eltern und Erzieher die Tätigkeiten im Kinderalltag mit Reimen begleiten. Zumal durch ständiges Wiederholen der Reime das Kind allmählich über Hören, Bewegen, Sehen, Tasten und Gleichgewichten eine gesunde Atem- und Sprachfähigkeit erwirbt. Denn nur eine klar artikulierte, rhythmische Sprache gewährleistet die notwendige Belüftung, Stärkung und Harmonisierung des Mund-Nasen-Rachen- und Ohrraumes, die sogar Erkältungskrankheiten vorbeugen helfen. Von Heide Mende-Kurz sind folgende Sprachbilderbücher erschienen.
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